JUG Saxony Day 2017

In Sachsen, da geht was

Ein Bericht vom JUG Saxony Day 2017

Am 29. September 2017 fand im Hotel Radisson Blu Radebeul der nunmehr 4. JUG Saxony Day statt. Über 500 Teilnehmer zählte die Konferenz dieses Jahr und konnte damit ein erneutes Wachstum verzeichnen. Trotz bisher stetig steigender Teilnehmerzahlen konnte dennoch eine familiäre Atmosphäre bewahrt werden. Mit welchen Erwartungen wurde die Konferenz gestartet und wie sollen diese weiterhin erfüllt werden? Diese und weitere spannende Fragen konnte ich in einem Gespräch mit den “Machern der Konferenz” — dem JUG Saxony (e.V.) — klären.

JUG Saxony Day 2017
Copyright JUG Saxony e.V. Quelle: hier.

Der Ursprung der Konferenz sind die regelmäßigen Veranstaltungen des JUG Saxony, die immer an wechselnden Orten stattfinden, um eine Vernetzung von Java-Entwicklern und an der Softwareentwicklung Interessierten zu ermöglichen. Die Treffen in Form der User-Group-Veranstaltungen mit Vorträgen zu Themen rund um Java und Softwareentwicklung stellen ein Angebot für jedermann dar, der an der Lösung von praktischen Problemen in der Softwareentwicklung interessiert ist. Zusätzlich zu den vielen Informatik-Studiengängen in Sachsen, die ein theoretisches und teilweise praktisches Fundament für die Ausbildung von Softwareentwicklern in Sachsen bilden, stellen die Veranstaltungen von User Groups wie dem JUG Saxony ein praktisches Ergänzungsangebot dar.

In Sachsen, da geht was!

Die Veranstaltungen des JUG Saxony kamen gut an und das Feedback aus der Community ergab, dass eine ganztägige Veranstaltung wohl zu einer noch stärkeren Beteiligung und einem noch effizienteren Weg der Wissensvermittlung führen würde. Schließlich wurde 2014 der erste JUG Saxony Day (JSD) an der TU Dresden organisiert. Um einen “Blick über den Tellerrand” zu werfen und sich in der Community auszutauschen, kamen nun Jahr für Jahr mehr Besucher. Es treffen sich Softwareentwickler und Unternehmen aus Sachsen und ganz Deutschland.

Im nun vierten Jahr merkt man, dass alles “wie am Schnürchen“ läuft. Das Radisson Blu als aktueller Veranstaltungsort, aber auch die Organisation der Speaker-Tracks und Themen tragen dabei sehr zur angenehmen Atmosphäre auf dem JSD bei. Ab acht Uhr morgens trifft man die ersten bekannten Gesichter beim JSD. Mal ist es ein ehemaliger Kommilitone aus Studienzeiten. Dann sind es Kollegen, die früher einmal mit in derselben Firma oder sogar im selben Projekt gearbeitet haben. Ein Plausch über den Stand der aktuellen Projekte und das anstehende Programm des JSD sind dann natürlich Pflicht.

Neun Uhr ging der Keynote-Vortrag los: Stefan Zörner gab einen Einblick in die Methoden und Werkzeuge von Architekten und beantwortete die Frage, wie Software-Architektur im Team umgesetzt wird. Thematisch waren viele der Vorträge beim JSD sehr gut einem Teilgebiet der Architektur zuzuordnen. Mit Architektur als Meta-Thema und einem sehr breiten Spektrum an Vorträgen war also für jeden etwas dabei. Zwischen den Vorträgen fand man immer wieder zueinander, um weiter zu diskutieren. Man hatte das Gefühl, das Ambiente führte die Wege der Teilnehmer automatisch zueinander.

Die Größe des JSD ist laut dem JUG Saxony jetzt genau richtig – und laut einer Umfrage des JUG Saxony ist es genau die bereits erwähnte familiäre Atmosphäre, die die Teilnehmer so begeistert und nun schon seit vier Jahren immer wieder anlockt. Statt weiterem Wachstum wird die Erhaltung der Qualität angestrebt. Für die Zukunft hofft man auf eine stärkere Unterstützung von Community getriebenen Veranstaltungen wie dem JSD durch Politik und kommunale Institutionen. Denn mit dieser Konferenz hat die Java Community in Form des JUG Saxony eine Veranstaltung geschaffen, die Leute aus ganz Deutschland und auch dem Ausland anzieht und zeigt, dass in Sachsen in Sachen Softwareentwicklung was geht. Dieses Wertes sollte sich jedermann und insbesondere das Land Sachsen bewusst sein.

Mich persönlich haben dieses Jahr Vorträge zu Themen wie Refactoring von monolithischen Systemen, Überblick zu den Architekturbestandteilen bei Microservice-Umgebungen und auch das Logging in solchen Umgebungen und die Überwachung der Systeme angezogen.

Nächstes Jahr stehen dann gleich zwei Jubiläen an, die es zu feiern gilt: Der JUG Saxony e.V. veranstaltet sein 100. User-Group-Treffen und der JUG Saxony Day feiert seinen 5. Geburtstag. Ich persönlich freue mich schon sehr auf den nächsten JUG Saxony Day und bin sicher, dass ich auch nächstes Jahr bekannte Gesichter treffe und mir neue spannende Themen aus der Praxis von Profis anhören darf.

Max Wielsch ist seit 2011 als Software-Entwickler bei der Saxonia Systems AG tätig. Derzeit beschäftigt er sich mit der Migration von monolithischen Architekturen hin zu entkoppelten Service-Architekturen im Kontext von Java-Enterprise-Applikationen. Dabei ist er von Backend bis Frontend involviert. Besondere Begeisterung empfindet er für React als Vertreter von aktuellen JavaScript-UI-Bibliotheken, die einen funktionalen Stil der Entwicklung unterstützen. In seiner Freizeit engagiert sich Max als Organisator der Java User Group Görlitz, um auch in der östlichsten Stadt Deutschlands die Vielfalt von IT-Angeboten zu erhöhen und insbesondere die Community zu unterstützen.

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